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Was wir glauben

 

1. Die Heilige Schrift

 

Wir glauben, dass die 66 kanonischen Bücher des Alten und des Neuen Testamentes Gottes Wort sind (2. Tim. 3,16-17; 2. Petr. 1,20-21), die in der Urschrift von Gott inspiriert wurden und deshalb unfehlbar und vollständig sind. Die Bibel ist die schriftliche Offenbarung Gottes und deshalb ist die ganze Schrift und die Schrift allein, höchste Autorität in allen Fragen des Glaubens und der Lebensführung (Off. 22,18-19; Hebr. 1,1).
Die rechte Auslegung der Schrift kann nur unter der Leitung des Heiligen Geistes geschehen (1. Kor. 2, 10-14) und kann deshalb nicht zu widersprüchlichen Aussagen führen. Wir glauben, dass die Heilige Schrift die fortschreitende Offenbarung der Heilsgeschichte ist und deshalb jeder Text auf dem Hintergrund der jeweiligen heilsgeschichtlichen Epoche auszulegen ist.
Jede Bibelkritik, sei sie historisch-kritisch, praktisch oder traditionell begründet, ist nicht schriftgemäß und lehnen wir ab. Wir stimmen mit der Chicago-Erklärung zur Biblischen Irrtumslosigkeit der Schrift zur Auslegung der Schrift überein.

 

 

2. Gott

 

Wir glauben an den einen Gott, der ewig ist und der sich in drei Personen als Vater, Sohn und Heiliger Geist geoffenbart hat (5. Mo. 6,4; Joh. 1,1; Mt. 28,19).
Wir glauben, dass der Schöpfer allen Seins im Himmel und auf Erden (Kol. 1,16) ist. Er ist allmächtig, allwissend und allgegenwärtig. In ihm befindet sich unbegrenzte Weisheit, Gerechtigkeit, Heiligkeit, Liebe, Güte und Barmherzigkeit.
Er ist erkennbar in dem Maße, wie er sich selbst im Wort und in der Tat als Quelle und Erhalter des Lebens offenbart.

Wir glauben an Jesus Christus, den ewigen Sohn Gottes (Joh. 10,39; 1. Joh. 5,20; Off. 1,8), den der Vater gesandt hat, der durch den Heiligen Geist in der Jungfrau Maria als wahrer Mensch gezeugt wurde. Als wahrer Gott und wahrer Mensch führte er ein sündloses Leben auf dieser Erde (Hebr. 4,15) und starb am Kreuz auf Golgatha als stellvertretendes und Gott wohlgefälliges Opfer (Joh. 1,29; Heb. 9,11-28). Er ist leibhaftig von den Toten auferstanden, leiblich in den Himmel aufgefahren und sitzt zur Rechten Gottes als unser Hohepriester (Heb. 8,1.2; 9,11), der uns vertritt (1. Joh. 2,1), bis er wiederkommt, um die Lebenden und die Toten zu richten und sein ewiges Reich zu vollenden (2. Tim. 4,1).

Wir glauben an den Heiligen Geist, der eins ist mit dem Vater und dem Sohn, von ihnen gesandt, um im Menschen die Erlösung zu verwirklichen: Er überführt von der Sünde, bewirkt die Wiedergeburt (Joh. 3,56), wohnt in uns, bestätigt die Erlösung, gibt Gaben, leitet, lehrt, weist zurecht, bevollmächtigt zum Dienst, tröstet, tut Fürbitte, vereint die Gläubigen in einem Leib und verherrlicht Jesus Christus (Joh. 16, 8-15; Joh. 15,26).

 

 

3. Der Mensch

 

3.1 Erschaffung

 

Wir glauben, dass Gott den Menschen unschuldig, gut und nach seinem Ebenbild als Mann und Frau geschaffen hat (1. Mo. 1,26-27.31). Die Evolutionstheorie (Entwicklungslehre) in jeder Form lehnen wir ab (Jes. 29,16).

 

3.2 Sündenfall

 

Wir glauben, dass der Mensch willentlich und bewusst gegen Gott, seinen Schöpfer, gesündigt hat (1. Mo. 3, 1-13) und dadurch über sich selbst und seine Nachkommen den geistlichen und körperlichen Tod gebracht hat. Dieses hat die ewige Trennung des unerlösten Menschen von der Gegenwart Gottes zur Folge (Off. 20, 11-15).

 

 

4. Das Heil

 

4.1 Erlösung

 

Wir glauben, dass der Mensch vor Gott nicht durch Werke gerecht wird, sondern allein durch den Glauben an Jesus Christus (Gal. 5,6; Röm. 3, 21-22; Eph. 2, 8-9). Der Heilige Geist überführt den Menschen von seiner Sünde und überzeugt ihn durch Gottes Wort von der Notwendigkeit seiner Erlösung (Joh. 16, 8-11). Alle, die sich in Buße von ihrer Sünde abkehren und sich Christus als ihrem persönlichen Retter und Herrn anvertrauen, empfangen Vergebung (1. Joh. 1,9). Die darauf folgende Taufe durch Untertauchen symbolisiert, dass der Gläubige mit Christus gestorben und mit ihm auferstanden ist, um in Neuheit des Lebens zu wandeln (Röm. 6; Mk. 16,16).

 

4.2 Heiligung

 

Wir glauben, dass die Heiligung eines jeden Gläubigen der Wille Gottes ist (1. Thes. 4,3). Weil Gott heilig ist, sollen auch wir entsprechend unserer Berufung in der Absonderung von allem Bösen vor Gott in Heiligkeit leben (1. Thes. 4,7.8; 1. Petr. 1, 13-19). Nicht aus eigener Kraft, sondern nur durch die Kraft Gottes wird der Gläubige befähigt, heilig zu leben (Phil. 1,6; 2,13; 1. Thes. 3,12.13). Das einzige vollkommene Vorbild in der Heiligung ist der Menschensohn Jesus Christus (1. Petr. 2, 21.22) und erst bei der Vereinigung mit Christus in der Ewigkeit werden wir ihm gleich sein (Röm. 8,29; 1. Joh. 3,2).

 

4.3 Heilsgewissheit

 

Die wahre Heilsgewissheit stützt sich auf das Wort Gottes (Joh. 20,31). Die Garantie der Vergebung liegt in der Treue und Gerechtigkeit Gottes, die unwandelbar sind (1. Joh. 1,9). Die Heilsgewissheit findet ihre Festigkeit in der Allmacht Gottes (Joh. 10, 27.28; Röm. 8,31-39). Durch das Zeugnis des Heiligen Geistes erhalten wir die Gewissheit unserer Errettung (Röm. 8, 16-17).
Die Bibel warnt uns vor dem bewussten und gewollten Verzicht auf den Prozess der Heiligung, der zur Verhärtung durch den Betrug der Sünde und letztlich zum endgültigen Abfall von Gott führen kann (Heb. 6, 4-6; 10,26-27; 12,14ff).

 

 

5. Die Gemeinde

 

Wir glauben, dass zur Gemeinde Christi alle Kinder Gottes aus allen Völkern, Kulturen und Gesellschaftsschichten gehören (Off. 5,9; 1. Kor. 12,13ff). Eine Ortsgemeinde Christi ist der freiwillige und verbindliche Zusammenschluss von wiedergeborenen und getauften Christen an einem Ort (Apg. 2,41).

 

 

6. Die Zukunft

 

Wir glauben, dass die Gemeinde Jesu Christi entrückt wird, wobei die Toten in Christus auferstehen werden, um ewig bei Gott in der Herrlichkeit zu sein (Off. 21-22; 1. Kor. 15,51-58; 1. Thes. 4,13).
Wir glauben, dass Christus persönlich wiederkommen wird, um auf dieser Erde sein messianisches, tausendjähriges Friedensreich aufzurichten (Off. 19, 6-20,6).
Wir glauben, dass alle Ungläubigen leiblich auferstehen und am großen weißen Thron erscheinen werden (Dan. 12,2; Off. 20, 5.11-15), wo sie dann von Gott unwiderruflich zur ewigen Verdammnis verurteilt werden (Off. 20,5).