Große Not
Venezuela
Update 16.09.2025
Nach den schweren Erdbeben in Venezuela reisten Mitarbeiter von To All Nations im August in betroffene Regionen. Gemeinsam mit lokalen Gemeinden verteilten sie Lebensmittel und verbesserten die Wasserversorgung in einem großen Camp in Caracas.
Unser Team besuchte unter anderem betroffene Gebiete in Morón, La Guaira und Caracas. Dabei zeigte sich eine sehr unterschiedliche Versorgungslage. Während in La Guaira bereits verschiedene Hilfsorganisationen und staatliche Stellen aktiv sind, bestand andernorts weiterhin konkreter Unterstützungsbedarf.
In Morón traf das Team auf Menschen, die in einem kleinen Camp unter schwierigen Bedingungen leben. Gemeinsam mit lokalen Pastoren und Helfern wurden Lebensmittel eingekauft und Pakete mit Mehl, Nudeln, Reis, Margarine und Fischkonserven an betroffene Familien verteilt.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Camp „Plaza del Toro“ in Caracas mit mehr als 700 Bewohnern. Zwar war dort grundsätzlich Wasser vorhanden, die Versorgung war jedoch sehr knapp. Gemeinsam mit lokalen Partnern konnten Wasserspeicher und eine Pumpe installiert und die Wasserversorgung damit verbessert werden.
Darüber hinaus nutzte das Team die Reise, um Kontakte zu lokalen Pastoren und Gemeinden zu vertiefen und bestehende Hilfsangebote zu unterstützen. Die Kontakte vor Ort halfen dabei, konkrete Bedarfe zu erkennen und Hilfsmaßnahmen umzusetzen.
Vielen Dank an alle Spender, die diese Hilfe möglich machen.
Update 27.07.2025
Venezuela wurde Ende Juni von zwei schweren Erdbeben erschüttert, die das Land in eine humanitäre Katastrophe gestürzt haben. Die Beben der Stärke 7,2 und 7,5, die nur 39 Sekunden auseinanderlagen, trafen besonders den Bundesstaat La Guaira im Norden des Landes.
Nach aktuellen Medienberichten sind über 5.000 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 16.000 Menschen wurden verletzt, über 50.000 sind noch immer vermisst, über 70.000 Familien sind betroffen und viele haben ihr zuhause verloren. Viele Familien leben in provisorischen Notunterkünften oder Flüchtlingslagern und sind dringend auf Hilfe angewiesen. Gleichzeitig nehmen die Gesundheitsrisiken für die Überlebenden weiter zu. Der Mangel an sauberem Trinkwasser, sanitären Einrichtungen und Hygieneartikeln erhöht die Gefahr von Krankheiten und Infektionen.
Wir stehen in direktem Kontakt mit mehreren Gemeinden, die ihre Hilfsmaßnahmen vor Ort gebündelt haben. Gemeinsam möchten wir sie dabei unterstützen, den betroffenen Menschen schnell und unbürokratisch zu helfen.
Die Berichte unserer Partner bewegen uns sehr. Einer der Pastoren erzählte uns, dass eine Mitarbeiterin seines Teams aus La Guaira stammt. Ihre Schwester und ihr Neffe wurden bei dem Erdbeben unter Trümmern begraben. Trotz ihrer eigenen Trauer hilft sie mit, die Menschen mit Essen zu versorgen, die Einsatzkräfte und Angehörige unterstützen, die nach Vermissten suchen.
Die Gemeinden vor Ort verteilen Lebensmittel und leisten praktische Hilfe in den Notunterkünften. Besonders dringend benötigt werden:
- Lebensmittel für betroffene Familien
- Trinkwasser und Wasserfilter
- Hygieneartikel wie Feuchttücher, Toilettenpapier, Damenbinden und Handtücher
- Seelsorge
Neben der praktischen Hilfe stehen die Gemeinden den Menschen auch seelsorgerlich zur Seite. Sie bieten Gespräche an, beten auf Wunsch mit den Betroffenen und geben die Hoffnung des Evangeliums weiter. Viele Menschen suchen in dieser schweren Zeit Trost und finden neue Hoffnung in Jesus Christus.
Bitte betet weiterhin für Venezuela – für die Betroffenen, die Rettungskräfte und die Gemeinden, die den Menschen in dieser schweren Zeit dienen.