Missionare in Sicherheit

Missionare in Sicherheit

  

Die Corona Pandemie stellt gerade viele Krisen in den Hintergrund. Doch sie sind immer noch da. Weltweit brodelt es, auch in Gebieten, in die Missionare mit To All Nations entsandt wurden. Proteste in Myanmar, Konflikte auf der Krim, Terror und Cholera in Mosambik, etc.

In der Vergangenheit haben wir immer wieder über die angespannte Sicherheitslage in Haiti berichtet. Nachdem es vor einigen Jahren immer wieder zu gewaltsamen Ausschreitungen gegen die Regierung und wegen Korruptionsvorwürfen kam, hat Haiti seit Anfang letzten Jahres ein weiteres großes Problem. Neben der alltäglichen Kriminalität und Gewalt wurden im Jahr 2020 über 1.200 Fälle von Kidnapping gemeldet. Viele davon nahmen kein gutes Ende, da die Familien die Forderungen der Erpresser nicht erfüllen konnten und die entführten Opfer umgebracht wurden.

Im letzten Einsatz der Polizei gegen das Kidnapping, in einem stark kriminellen Stadtviertel (etwa 10km vom Kinderheim entfernt) lief eine Menge schief. Die Anwohner waren besser bewaffnet als die Polizei und konnten so den Eingriff der Einsatzkräfte abwehren und haben ein gepanzertes Fahrzeug übernommen. Vier der Polizisten verbrannten im Fahrzeug und zwei weitere wurden getötet.

Aufgrund dessen bat der Präsident von Haiti die USA um militärische Unterstützung. Die Ohnmacht des Staates gegen das Verbrechen ist deutlich spürbar.

Die Bevölkerung in Haiti ist von der ganzen Situation so eingeschüchtert, dass viele Haitianer sich gar nicht mehr vor die Tür, geschweige denn auf die unsicheren Straßen trauen. Diese Situation birgt ein sehr großes Problem für die Bevölkerung und ganz besonders für die ärmere Schicht. Das Leben und die Arbeit spielen sich bei den meisten auf der Straße ab. Sie sind davon abhängig, jeden Tag auf die Straßen zu gehen, um ihr tägliches Brot zu verdienen.

In den letzten Tagen haben uns einige sehr traurige Nachrichten erreicht. So hat sich zum Beispiel ein Vater mit seinen zwei kleinen Töchtern das Leben genommen, weil er keinen Ausweg aus der Situation gesehen hat. Der Vater konnte auf Grund der instabilen Sicherheitslage nicht sein Lebensunterhalt verdienen. Für eine Familie, die eh schon unter „normalen“ Bedingungen ums Überleben kämpft, ist das Überleben bei der aktuellen gefährlichen Situation so gut wie unmöglich. Der Vater konnte sich das Elend nicht weiter mitansehen, was zu einem schrecklichen Ende für ihn und seine beiden Töchter geführt hat. Dieses Schicksal ist leider kein Einzelfall!

Wir wissen uns trotz aller Umstände sicher in Gottes Hand. Dennoch müssen wir als Organisation Sicherheitsvorgaben in unseren Einsatzländern erfüllen. Rund um das Kinderheim in Haiti gibt es Sicherheitslücken, die wir dringend schließen müssen. Die vorhandene Mauer soll erhöht und Mauerabschnitte ohne Stacheldraht um diesen erweitert werden, verrostete Sicherheitsgitter müssen instandgesetzt und ein Schutzraum eingerichtet werden. Zudem soll die Ausrüstung der Nachtwächter erneuert werden. Während den baulichen Maßnahmen können wir einigen Haitianern Arbeit geben und so ihnen und ihren Familien ein Einkommen und somit ein Stück mehr Hoffnung geben.

Wir benötigen insgesamt 15.000,- € um alle Vorhaben umzusetzen. Wir bitten um eure Unterstützung. Bitte betet mit uns für Frieden und Hoffnung in Haiti und dem Rest der Welt.

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