Spanien-Einsatz: 4.000 Wasserflaschen mit Froher Botschaft

Spanien-Einsatz

4.000 Wasserflaschen mit Froher Botschaft

Voller Vorfreude ging es für uns am Samstagmittag für rund eine Woche auf den Weg nach Spanien zum Missionseinsatz. Mit insgesamt 9 Personen war unser Bulli voll besetzt. Nach einer langen Autofahrt, bei der wir einander etwas besser kennenlernen durften, kamen wir schließlich am Sonntagmorgen bei Familie Ott in Benicàssim an. Wir wurden sofort herzlich aufgenommen. Emma und Andreas Ott sind schon viele Jahre als Missionare in Spanien in der Gemeindegründungsarbeit tätig und berichteten uns von ihrer Berufung und ihrer Arbeit in Benicàssim.

Am Montag lernten wir dann bei einer Tageswanderung den Rest der Einsatzgruppe kennen: Außer uns waren noch einige Einsatzteilnehmer aus Frankreich und England angereist, um die Missionare vor Ort zu unterstützen. Trotz einiger anfänglicher Sprachschwierigkeiten fanden wir schnell ins Gespräch. Wir erzählten uns gegenseitig wie wir zum Glauben gefunden hatten und wie Gott bisher in unserem Leben gewirkt hat. Es war unglaublich bereichernd zu sehen, wie unser Glaube an Gott uns verbindet und zu einer Einheit macht, obwohl wir uns vorher alle nicht kannten. So nutzten wir den Tag, um einander zu ermutigen und uns im Gebet auf den Einsatz vorzubereiten.

Benicàssim ist ein kleiner Touristenort in der Nähe von Valencia mit ca. 20.000 Einwohnern. In der Urlaubssaison steigt die Einwohnerzahl allerdings auf das Doppelte an und während des FIB (ein jährlich stattfindendes internationales Musikfestival) kommen noch etwa 35.000 Festivalbesucher aus ganz Europa hinzu. Wir wollten gerade diesen Menschen Gottes Liebe weitergeben. Das machten wir, in dem wir auf der Straße und am Strand auf die Menschen zugingen und ihnen Gratis-Wasserflaschen anboten.

Die insgesamt 4000 Flaschen hatten wir vorher mit QR-Code-Stickern beklebt, durch die man beim Scannen auf die Internetseite „THE FOUR“ (https://thefour.com/de/) gelangt, auf der das Evangelium in einer leicht verständlichen Videobotschafte in verschiedenen Sprachen erklärt wird.Aufgrund der Hitze nahmen viele Passanten das Wasser gerne an und einige fragten gleich, warum wir das Wasser verteilen. So konnten wir ganz natürlich berichten, dass Gott uns liebt und wir diese empfangene Liebe mit anderen teilen wollen - und das eben ganz praktisch in Form von Wasserflaschen. Mit vielen Menschen kamen wir so tiefer ins Gespräch über den Glauben, wir durften ihnen von Gottes Liebe erzählen und für sie beten.

Ein Beispiel dafür ist ein Gespräch, dass wir mit zwei Mädchen aus England führen durften: Die beiden saßen auf einer Wiese im Schatten und ruhten sich aus, da es auf dem Zeltplatz des Festivals kaum Schatten gab und es in den Zelten vor lauter Hitze nicht auszuhalten war. Wir boten ihnen Wasser an und fragten, ob wir uns zu ihnen setzen dürfen. Nach etwas Smalltalk fragten sie dann auch, warum wir die Flaschen verteilen und so wir kamen auf unseren Glauben zu sprechen. Wir fragten sie, ob sie an Gott glauben. Sie sagten: “Ja, aber ich glaube er ist irgendwo weit weg von uns”. Beide waren der Meinung, dass Gott sich nicht für sie persönlich und für ihr Leben interessiert. Wir durften diese Gelegenheit nutzen, um von unseren Erfahrungen mit Gott zu berichten und dass Gott immer und überall da ist und sich um jeden einzelnen kümmert. Eine Frage, die wir den Leuten oft gestellt haben, ist was sie Jesus fragen würden, wenn er jetzt gerade neben ihnen stehen würde. Eines der Mädchen berichtete, dass ihr Opa vor kurzem gestorben war, und ihre Familie nun durch eine schwere Zeit ging. Sie wollte wissen, ob es ihrem Opa gut gehe und wie es im Himmel ist. Wir unterhielten uns noch ein wenig darüber und boten ihr dann an für sie zu beten. Sie und auch ihre Freundin waren damit einverstanden und so beteten wir für sie, für ihre Familie und dass die beiden erkennen dürfen, dass Gott ein Gott ist, der uns Menschen nah sein möchte und sich eine Beziehung zu uns Menschen wünscht. Nachdem Gebet waren die beiden zutiefst bewegt und zu Tränen gerührt. Durch dieses Gespräch durften sie mehr von Gott hören und selbst erleben, dass Gott ihnen nah sein möchte.

An einem anderen Tag durften wir sogar miterleben wie ein ehemaliger Muslim sein Leben Jesus übergab.

Viele solche Erfahrungen konnten wir in Gesprächen mit den Festival Besuchern machen. Manche hörten zum ersten Mal in ihrem Leben, dass Gott sie liebt. Andere sagten, dass es das erste Mal war, dass jemand für sie gebetet hat.Immer wieder durften wir erleben, wie Gott unsere Gespräche geführt hat. Er gab uns die richtigen Worte und zeigte uns Menschen, auf die wir zugehen sollten oder führte sie direkt zu uns. Viele Menschen sind durch die Gespräche und Gebete für sie sehr bewegt gewesen.

Wir sind dankbar für die Zeit in Spanien, für die verschiedenen Begegnungen und jeden Menschen, dem wir von Gott erzählen durften. Es war eine sehr prägende Zeit, in der wir neu lernen durften Gott zu vertrauen und ganz natürlich von seiner Liebe weitererzählen konnten. Bitte betet weiterhin für die Menschen, die mittlerweile wieder zu Hause in ihren Heimatorten sind und ebenfalls auch für die Missionare und die Gemeinde vor Ort, damit Gottes Reich weiterwächst.

Gott sei Dank: Jesus befreit und rettet Menschen!

Lena

Einsatzteilnehmerin

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