Erntedankopfer 2026
Gott lässt Glauben und Hoffnung wachsen
Seit 2021 engagieren wir uns gemeinsam mit Jean Marie und Christa Bearivo im dürregeplagten Süden Madagaskars – einer Region, die zu den ärmsten des Landes gehört. Die anhaltende Dürre hat ganze Dörfer an den Rand des Überlebens gebracht. Damals folgte Jean Marie dem Ruf Gottes und reiste in entlegene Regionen – oft unter extremen Bedingungen. Mit Lebensmitteln, Trinkwasser und echter Hoffnung im Gepäck traf er auf Dörfer voller Misstrauen, geprägt von einem tief verwurzelten Ahnenkult und berüchtigt für tödliche Überfälle.
Doch Jean Marie und sein kleines Team bauten durch die beständige Hilfe und ihr aufrichtiges Interesse Vertrauen zu den Dorfbewohnern auf. Die praktische Unterstützung öffnete Türen für die Verkündigung des Evangeliums. Nach und nach kamen Frauen und Männer zum lebendigen Glauben an Jesus.
Aus Misstrauen wurde Vertrauen. Aus Feindschaft wurde Versöhnung. 2023 errichteten zwei ehemals verfeindete Dörfer mit unserer Unterstützung ein einfaches Gemeindehaus aus Holz und Wellblech – seitdem feiern sie dort regelmäßig Gottesdienst. Im November 2024 wurden die ersten 40 Menschen getauft, bei unserem letzten Besuch im April 2026 waren es sogar 76 Täuflinge. Zwei Gemeindeleiter werden vor Ort ausgebildet und Jean Marie nimmt mehrmals im Jahr die über 1000km lange Reise auf sich, um die Gemeinde zu besuchen und tägliche Bibelarbeiten durchzuführen. Viele Gemeindemitglieder tragen die Botschaft von Jesus bereits in weitere Dörfer. Darüber hinaus wird das Gemeindehaus seit einem Jahr unter der Woche als Schule genutzt und eröffnet vielen Kindern erstmals eine Chance auf Bildung. Die Nachfrage ist so groß, dass derzeit zusätzliche Klassenräume gebaut werden.
Die Herausforderungen in der Region bleiben bestehen, doch Gottes Wirken ist sichtbar: die Gemeinde wächst – nicht nur in Zahlen, sondern auch im Glauben. Gerade in der Zeit des Erntedankfestes erinnert uns diese Entwicklung daran, dass Gott selbst dort Frucht wachsen lässt, wo Menschen kaum noch Hoffnung sehen.
Hebt eure Augen auf und seht auf die Felder: sie sind schon reif zur Ernte. Johannes 4, 35
Damit wir unsere Geschwister in Madagaskar weiterhin praktisch und geistlich begleiten und die Gemeinde nachhaltig stärken können, sind wir auf regelmäßige finanzielle Unterstützung angewiesen. Jeder Beitrag ermöglicht konkrete Hilfe:
- 6.000 € kostet ein zehntägiger Hilfseinsatz im Süden: Jean Marie reist gemeinsam mit seinen beiden Brüdern in die abgelegenen Dörfer. Allein die Anreise dauert drei Tage und führt über schlechte und unsichere Straßen, auf denen es immer wieder zu Überfällen kommt. Die Kosten umfassen Fahrt, sichere Unterkünfte und Verpflegung sowie Reis, Bohnen, Trinkwasser und weitere Hilfsgüter für die Menschen vor Ort.
- 50 € versorgen etwa fünf Familien für einen Tag mit Reis, Bohnen und Trinkwasser. Aufgrund von Wassermangel und Ernteausfällen durch Dürre und Insekten fehlt es vielen Familien am Nötigsten – oft bleiben ihnen sonst nur Kaktusfrüchte und Blätter als Nahrung.
- Toiletten für die Schule: Die wachsende Schule verfügt bisher über keine Toiletten. Mit eurer Unterstützung möchten wir dringend benötigte sanitäre Anlagen bauen.
Vor allem aber benötigen wir euer Gebet, denn damit wird dieser Dienst erst möglich. Das erfahren wir auf jeder Fahrt und sehen es im Wachstum der Gemeinde. Gott sei Ehre und Dank!
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Video
Hier findet ihr ein Video, welches ihr gerne im Rahmen eures Gottesdienstes zeigen könnt.
